1. Tag: Zürich – Oslo
Direktflug von Zürich nach Oslo. Bahnfahrt nach Oslo und Check-in im Hotel im Stadtzentrum. Wir befinden uns im Herzen der aufregenden neuen Architektur von Oslo (Munch Museum, Oper etc.) und geniessen den ersten Abend im nordischen Licht dieser wunderschönen Hauptstadt. Von der Skybar des Munchmuseums sehen wir weit über den Fjord und die Dächer von Oslo.
2. Tag: Oslo - Longyearbyen
Es erfolgt der Weiterflug nach Longyearbyen, den nördlichsten Ort der Welt. Die unendlich langen Tage im Spätsommer ermöglichen uns, diesen faszinierenden Ort auf einem ausführlichen Spaziergang zu entdecken. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen in einem lokalen Restaurant, begleitet von arktischen Spezialitäten und Geschichten über das Leben im hohen Norden.
3. Tag: Longyearbyen entdecken und «Leinen los»
Ein kreativer Tag in Longyearbyen – Inspiration am Rande der Welt, dem nördlichsten Ort der Welt, wo die Stille des Eises und das Licht des Nordens deine Sinne öffnen.
Morgens bringt uns ein Taxi zu den letzten Häusern vor dem Larsbreen Gletscher. Wir streifen herum, malen, fotografieren, bekommen ein Gefühl für diese Existenzen am Ende der Welt. Wir erfahren Erstaunliches über die 100 Pflanzenarten, die in dieser kargen Landschaft nachgewiesen wurden. In der Ferne erheben sich schneebedeckte Bergketten, die wie von Künstlerhand gezeichnet wirken.
Nach einer Pause in einem der gemütlichen Cafés von Longyearbyen – vielleicht im «Kaffebrenneriet» – laden wir ein, Farben, Formen und Eindrücke aufs Papier zu bringen. Ob Skizzen, Aquarelle oder kreative Fotografie: Hier wird jede Idee lebendig. Die ruhige Atmosphäre inspiriert zum Nachdenken und Gestalten. Die Wandergruppe geniesst einen sanften Spaziergang.
Wir haben am Nachmittag noch Zeit, Longyearbyen individuell zu durchstreifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zur Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Am frühen Abend heisst es dann «Leinen los» und wir fahren durch den Isfjorden in Richtung Norden.
4. bis 9. Tag: Unterwegs mit der MS Quest
Malen, Fotografieren, Wandern und Tierbeobachtung – wir tauchen ein in den Moment. Im Geiste einer Expedition lassen wir uns überraschen. Wir atmen die arktische Luft und die Stille dieser nördlichen Landschaft entspannt uns. Aufregend ist die arktische Tierwelt und das hautnahe Erleben der Eislandschaft. Unter kundiger Leitung unserer Kursleiter im Malen, Fotografieren, Wandern und Tierbeobachtung werden die Gruppen unterteilt. Die Crew an Bord inkl. Kapitän ist sehr flexibel und dort, wo es uns gefällt, bleiben wir. Das Schiff ist exklusiv gechartert für die Arcatour und Baumeler Kundschaft.
Je nach Wetter und Bedingungen entdecken wir die folgenden Orte:
Krossfjorden und Ny Ålesund
Auf der Fahrt nach Norden, entlang der Westküste Spitzbergens, kommen wir morgens im Krossfjorden an. Von hier aus brechen wir zu einer Zodiac-Rundfahrt entlang des spektakulären 14.-Juli-Gletschers auf. An den erstaunlich fruchtbaren Hängen nahe dem Gletscher blüht eine Vielzahl an Pflanzen. Hoch an den Felsen nisten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in grosser Zahl. Es bestehen gute Chancen, den in der Arktis lebenden Polarfuchs zu sehen. Im landschaftlich schönen Fjord halten sich gewöhnlich einige Bartrobben auf. Am Nachmittag führt uns die Reise nach Ny Ålesund, die nördlichste, permanent bewohnte Ortschaft der Erde. In der einstigen Bergbausiedlung fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde – die Lokomotive und einige Wagen dieser Kohlebahn kann man noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. In unmittelbarer Nähe der Häuser finden sich Brutplätze von Weisswangen- und Kurzschnabelgänsen sowie von Küstenseeschwalben. Geschichtlich interessierte Besucher werden sicher auch gerne zum alten Ankermast spazieren wollen, an dem Roald Amundsen und Nobile (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten.
Der 80. Breitengrad
Auf der Insel Amsterdamøya besichtigen wir die Überreste der niederländischen Walfangstation Smeerenburg aus dem 17. Jahrhundert. Am Nachmittag entdecken wir die Kolonie der Krabbentaucher auf Fuglesangen. Auf dem Weg zur nahen Moffen-Insel, auf der sich zahlreiche Walrosse aufhalten, überqueren wir den 80. Breitengrad.
Hinlopenstrasse
Die Insel Lågøya in der nordöstlichen Einfahrt zur Hinlopenstrasse bietet eine weitere gute Möglichkeit, Walrosse zu sehen. Später am Tag versuchen wir, durch den Beverley Sund zu kreuzen, an dessen Ufern wir auf hundert Jahre alte Zeugen von Polarexpeditionen stossen.
In der Hinlopenstrasse, welche Westspitzbergen vom eisgepanzerten Nordaustlandet trennt, stehen die Chancen gut, auf Bart- und Ringelrobben, Eisbären und Elfenbeinmöwen zu treffen. Schliesslich erreichen wir die Augustabukta auf Nordaustlandet, nördlichsten der grossen Inseln des Spitzbergen-Archipels.
Die eindrücklichen Basaltklippen sind für die MalerInnen ein wunderbares Motiv. Zehntausend Brutpaare von Dickschnabellumen nisten hier. Hinter den Steilklippen erstreckt sich die Eiskappe Odinjøkulen, von der mehrere kleine Auslassgletscher hinabfliessen. Gelegentlich stürzen von der Eiskappe südlich des Vogelfelsens einige Schmelzwasserfälle herab. Das Alkefjellet ist häufig Ziel von Schlauchbootfahrten ohne Anlandung, die Devise heisst - Warm anziehen und genügend Speicherkarten und Akkus mitnehmen.
Beverleysundet – Phippsøya
Heute nehmen wir Kurs durch den Beverleysundet, so benannt nach Parry im Jahr 1827, der auch schon von der schwedisch-russischen Arc-of-Meridian Expedition in 1898 befahren wurde. Wir werden den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen. Die Insel Phippsøya eine der Siebeninseln liegt auf 81° nördliche Breite – die Entfernung zum geografischen Nordpol beträgt bloss noch 1.000 Kilometer. Eisbären und Elfenbeinmöwen bewohnen diese nördlichsten Inseln.
Barentsinsel und Edgeoyainsel
Im Freemansund landen wir in Sundneset auf der Barentsinsel und besuchen eine alte Trapperhütte. Weiterfahrt südwärts zur Diskobukta an der Westseite von Edgeøya. In dieser seichten Bucht unternehmen wir eine Zodiacfahrt, um an einem mit sibirischem Treibholz und Walknochen übersäten Strand anzulanden und zu wandern. Dolerittneset wird oft von Walrossen zum Ausruhen aufgesucht.
Hornsund - Südspitzberge
Dieser Tag beginnt mit einer Kreuzfahrt durch die zahlreichen Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes in Südspitzbergen mit seinen hohen Bergen. Der Hornsundtind erhebt sich zu einer Höhe von 1.431 m, während ein anderer Berg, der Bautaen, veranschaulicht, weshalb die holländischen Entdecker der Insel den Namen Spitzbergen gaben. 14 atemberaubende Gletscher wälzen ihre Eismassen die Hänge herab ins Meer, und es gibt gute Chancen hier Robben und Eisbären anzutreffen. Wir besuchen eventuell eine polnische Forschungsstation, wo uns das freundliche Personal einen Einblick in ihre Forschungsprojekte gibt. Die Berge hinter der Station sind die Heimat tausender brütender Krabbentaucherpaare.
Van Keulenfjord / Recherchefjord
Heute gehen wir an Ahlstrandhalvøya an der Öffnung des Van Keulenfjords an Land. Hier stapeln sich die Skelette der Belugawale, es sind Überbleibsel der Massenabschlachtungen des 19. Jahrhunderts, ein stilles Relikt und Denkmal dieser Zeit der unüberlegten Ausbeutung. Die Population wurde dezimiert, aber heute sind die Belugas nicht mehr vom Aussterben bedroht und mit ein wenig Glück bekommen wir auch lebende Exemplare zu sehen. Unsere MS Quest ist ein ideales Schiff für die Walbeobachtung: wenn wir an der Reeling stehen, sind wir leicht erhöht, aber nicht zu weit weg, sodass wir mit etwas Glück die Wale im glasklaren Wasser unter uns beobachten können. Am Nachmittag fahren wir in den Recherchefjord und wandern zu einem Tundragebiet, wo meistens viele Rentiere friedlich grasen.
10. Tag: Longyearbyen - Oslo - Zürich
Unsere Expeditions-Kreuzfahrt ist heute zu Ende und mit vielen unvergesslichen Eindrücken müssen wir uns vom Expeditionsteam verabschieden. In der Nacht Ausschiffung und Rückflug über Oslo oder Kopenhagen nach Zürich.