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Die mecklenburgische Seenplatte und die Ostseeküste sind jedes Jahr spektakuläre Drehscheibe des herbstlichen Kranichzuges. Ein Grossteil der skandinavischen und baltischen Kranichpopulation sammelt sich auf dem Weg in die Winterquartiere auf den weiten Feldern Mecklenburgs. Auf etwa 250´000 wurde die Zahl der Kraniche im letzten Jahr geschätzt. Der abendliche Einfall in den flachen Seen des Müritz-Nationalparks oder am Zingst in der Vorpommerschen Boddenlandschaft sind einmalige Naturschauspiele. Gleichzeitig beginnt der Einflug nordischer Enten, Schwäne und Gänse. An den Küsten treffen wir auf Rauhfussbussard, Merlin und die ersten nordischen Wanderfalken. Die Windwatten werden von durchziehenden Limikolen aufgesucht und auf dem Meer haben sich Bergenten bereits in grosser Zahl eingefunden. Während der Vogelwarte-Reise wohnen wir im Hotel «Kranichrast», das unmittelbar in der Einflugschneise der Kraniche auf ihrem Flug zum Schlafplatz liegt. Direkt neben dem Hotel beginnt der Müritz-Nationalpark, ein riesiges Waldgebiet mit mehr als hundert Seen und ausgedehnten Mooren. In den Moränen nördlich des Nationalparks liegen Kulturlandschaften und hier entspringt die Peene, ein unverbauter Fluss, der nahe der Insel Usedom in die Ostsee mündet. Mit Velo, Schiff, Kanu, Bus oder zu Fuss lernen wir die ganze Vielgestaltigkeit der Landschaft zwischen Müritz und Ostsee ebenso kennen, wie die historische Landnutzungs- und Siedlungsgeschichte mit ihren Schlössern, Gutshäusern und Städten der Backsteingotik.

Webcode: 9211

8 Tage ab CHF 2680.-

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20.10.2023

27.10.2023

ab CHF 2750

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Mind./Max. 8 Teilnehmende

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  • Bis zu 250‘000 Kraniche
  • Aufenthalt im Hotel Kranichrast
  • Kanufahrt mit Vogelbeobachtung
  • Uralte Linden, Eichen und Kiefern
  • Bis zu 20‘000 Tafel- und Reiherenten
  • „Amazonas des Nordens“
  • Chance auf Eisvögel
  • Urwald Serrahn

Reiseverlauf

1. Tag: Basel – Berlin – Waren (Müritz)

Die Reise ins UNESCO Weltnaturerbe Nationalpark Müritz startet um 08:13h ab Basel SBB. (Die Bahnreise ab / bis Basel SBB ist nicht begleitet.) Mit dem ICE fahren Sie nach Berlin und weiter bis nach Waren (Müritz). Dort empfängt Sie Ihr Reiseleiter Andreas Weber, von hier aus geht es zu ihrem Hotel. Noch am Abend unternehmen wir eine kurze Wanderung, um erste Vogelstimmen zu hören.

2. Tag: Sumpfgebiete am Ostufer der Müritz

Vor Sonnenaufgang starten wir zu einer der morgendlichen Touren und beobachten den Aufbruch der Kraniche. Später bewegen wir uns durch die Wälder des Müritz-Nationalparks, in denen jetzt viele Kleinvögel mit dem Herbstzug beginnen. Im Dorf der «Alten Bäume» mit uralten Linden, Eichen und Kiefern, beobachten wir vor allem Spechte (Schwarz- und Mittelspecht). Am Nachmittag erreichen wir die Müritz (Singschwäne) und ein riesiges Sumpfgebiet östlich des «Kleinen Meeres». In der Stille der herbstlichen Moorlandschaft sind Rothirsche zu hören. Grosse Schwärme von Erlenzeisigen ziehen umher und mit ihnen Sperber oder mitunter ein Merlin. Zu rechnen ist auch mit den ersten nordischen Kornweihen, die hier den wichtigsten Überwinterungsplatz in Mecklenburg haben.

3. Tag: Warnker See und «Alten Müritzhof» mit Wacholderheide

An diesem Tag unternehmen wir eine Tour zur Wacholderheide am «Alten Müritzhof» – dem Geburtsort des ostdeutschen Naturschutzes. In den kalkreichen Wiesen blühen noch botanische Raritäten wie Sumpfherzblatt, Teufelsabbiss und Baltischer Enzian. Entlang des Ufers der Müritz suchen Seeadler nach Nahrung. Im Nationalpark brüten 15 Paare, im Herbst kommt es regelmässig zu grösseren Ansammlungen. Den nebenliegenden Warnker See nutzen Enten tagsüber als Schlafgewässer, um nachts in der wenige hundert Meter entfernten Müritz nach Dreikantmuscheln zu tauchen. Bis zu 12 Entenarten halten sich zeitweise auf dem kleinen See auf. Die nordischen Tafel- und Reiherenten erreichen oft bis zu 20.000 Individuen. Mit dabei sind auch Gänse- und vielleicht die ersten Zwergsäger.

4. Tag: Karrendorfer Wiesen und Vorpommersche Boddenlandschaft

Wir starten früh in den Tag zu den Karrendorfer Wiesen, die unmittelbar an der Ostsee liegen und die besten Beobachtungsorte für durchziehende Limikolen in Mecklenburg-Vorpommern darstellen. Das Gebiet hat sich erst in den letzten 20 Jahren positiv entwickelt, nachdem landwirtschaftliche Schutzdeiche nach einer Sturmflut brachen und nicht mehr repariert wurden. In Folge des ein- und ausströmenden Wassers, hat sich eine kleinteilige Wattlandschaft ausgebildet, von der besonders Limikolen profitieren. So sind neben Alpen-, Sichel- und Zwergstrandläufer, auch Pfuhlschnepfen, Regenbrachvogel und Dunkle Wasserläufer zu sehen. Daneben erwarten wir die nordischen Wanderfalken und die ersten Rauhfussbussarde. Das Gebiet zählt zu den besten Beobachtungsgebieten für Bartmeisen. Am Nachmittag besichtigen wir die Altstadt von Stralsund auf einer kleinen Rundfahrt und anschliessend das Kranichzentrum in Gross Mohrdorf. Die Dämmerung ist dann wieder den Kranichen vorbehalten, die in der Vorpommerschen Boddenlandschaft ihre wichtigsten Rast- und Schlafplätze haben. Von Bisdorf aus, sind oft zehntausende einfallende Kraniche zu sehen, die in den Windwatten des Nationalparks übernachten.

5. Tag: Kanutour auf der «Alten Fahrt» und Kranichschiff

Eine Kanutour auf den ursprünglichen Seen des Nationalparks ist ein unbedingtes Muss. Mit sehr bequemen Mannschaftskanadiern fahren wir durch die «Alte Fahrt» - eine besonders urwüchsige Wasserlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte. Hier sehen wir auch Eisvögel, die in mehreren Paaren an frischen Uferabbrüchen brüten. An den Boeker Fischteichen wollen wir Limikolen (Sandregenpfeifer), Enten und mit Glück eine Rohrdommel auf den schon abgelassenen Teichen beobachten. Am Abend überqueren wir das «Kleine Meer» die Müritz, mit dem Kranichschiff und beobachten nordische Gänse (Saat-, Bläss-, und Weisswangengans), grosse Trupps Goldregenpfeifer und Kraniche an einem weiteren Schlafplatz.

6. Tag: Mecklenburgische Schweiz und «Amazonas des Nordens»

Die Peene ist einer der letzten Tieflandflüsse Deutschlands mit weitgehend unbebauten Ufern. Ein fast 100 Kilometer langer Abschnitt ist zu Recht als Biosphärenreservat ausgewiesen worden. Wegen seiner Naturbelassenheit wird dieser auch gern als «Amazonas des Nordens» bezeichnet. Im Umfeld wurden zudem riesige Polderflächen renaturiert, so dass sich die Flusslandschaft in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp für Ornithologen entwickelt hat. Im Herbst lassen sich oft bis zu hundert Silberreiher auf einmal beobachten. Der Kummerower See ist der drittgrösste See in Mecklenburg und immer für Überraschungen gut. Mitunter lassen sich noch Schwarz- oder Rothalstaucher sehen. Ganz sicher werden wir Raubwürger sehen, die hier den Winter verbringen.

7. Tag: Urwald Serrahn

Am letzten Tag unternehmen wir eine Exkursion in den Serrahner Buchen-Urwald. Grosse Teile des Areals unterliegen schon seit 60 Jahren keiner weiteren Nutzung mehr. Das Gebiet wurde kürzlich als Weltnaturerbe ausgewiesen. Die urwaldartigen Strukturen waren Hintergrund für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen auf dem Gebiet der Fauna und Flora. Sehr lohnenswert sind neben den Wäldern, auch die vielen Moore. Ein Moorsteg bringt uns die Vielfalt nährstoffarmer Vegetation näher. Während des Herbstzuges halten sich viele Kernbeisser, Bergfinken und Rotdrosseln in den herbstlich verfärbten Buchenwäldern auf.

8. Tag: Frühexkursion und Abreise

Nach einer Frühexkursion endet die Reise mit einem gemeinsamen Frühstück. Transfer zum Bahnhof Waren (Müritz) und Rückfahrt in die Schweiz.

 

  • Bahnfahrt Basel – Waren (Müritz) – Basel, 2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Sitzplatzreservationen
  • Unterkunft in ***Hotel
  • Frühstück und Abendessen
  • Kanumiete
  • Velomiete inkl. Service (auf Wunsch E-Bike) an zwei Tagen
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Lokale, fachliche Leitung ab/bis Waren (Müritz), Andreas Weber
  • 5% für Umweltschutzprojekte der Pro Natura

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