30 Jahre unterwegs mit Baumeler

Können Sie sich noch an das Jahr erinnern, als «Forrest Gump» über die Schweizer Kinoleinwände flimmerte und mit sechs Oscars prämiert wurde? Im selben Jahr wurden Marianne Peyer und Ralph Bühler Teil des «Baumi»-Teams. Seit dem Jahr 1995 begleiten und begeistern sie unsere Kundschaft auf Wandertouren weltweit. Zeit, gemeinsam einen Blick zurückzuwerfen…

Was führte dich im Jahr 1995 zu Baumeler?

Marianne: Im Griechischkurs in Bern war auch Elisabeth Itten, langjährige Reiseleiterin bei Baumeler. Sie sprach begeistert über ihre Arbeit, darauf erkundigte ich mich bei Baumeler.

Ralph: Nach dem Geographiestudium arbeitete ich ein paar Jahre im Bereich Natur und Umweltschutz, war zwei Saisons als Hüttenwart tätig und im SAC sowie Jugend+Sport als Tourenleiter tätig. Reisen interessierte mich schon immer und so bewarb ich mich bei Baumeler Reisen.

Was blieb dir vom ersten Gespräch mit Baumeler in Erinnerung?

Marianne: In Luzern meinte die zuständige Büromitarbeiterin, ich passe gut ins Team. Aber ich müsse wissen, dass ich nicht nur die Blumen kennen müsse. Auch wenn wir in der Natur wandern, sind die «Baumis» ebenso an der Kultur, Geschichte, Religion, Tradition und am Alltag der jeweiligen Länder interessiert. 

Ralph: Damals war Toni (Antoinette) für den Reiseleitereinsatz zuständig und ich hatte das erste Gespräch mit ihr. Zwei Wochen später nahm ich schon am zweitägigen Reiseleiterseminar in Breisach/Freiburg teil. So bekam ich einen guten Eindruck von Baumeler und lernte einige ReiseleiterInnen kennen, bevor ich überhaupt eine Tour geleitet habe.

Wohin führte dich deine erste Baumeler-Reise?

Marianne: Das war Naxos-Paros-Mykonos im Mai 1995.

Ralph: In die Provence

Welche Geschichte aus den vergangenen 30 Jahren mit Baumeler bringt dich noch heute zum Schmunzeln?

Marianne: Auf einer Überfahrt im März von Piräus nach Naxos war es sehr windig, und das Schaukeln der Fähre machte uns Angst. So fragte ich einen Matrosen um seine Meinung. Er lachte und meinte, solange der Papas (Pfarrer) im Aufenthaltsraum noch den Fussballmatch im TV schaue und nicht bete, hätten wir nichts zu befürchten.

Ralph: Nach 30 Jahren bei Baumeler und ca. 700 geleiteten Reisen, gäbe es ein ganzes Buch zu schreiben, so dass ich kein besonderes Erlebnis oder Geschichte erwähnen möchte. Ich habe viele tolle Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen vor Ort und unseren Kunden erlebt, viel Überraschendes und auch mal improvisieren müssen. Es ist mir nie langweilig geworden!

Was schätzt du besonders an deiner Tätigkeit?

Marianne: Die Abwechslung, jede Reise, jede Gruppe ist immer wieder anders. Und das grosse Vertrauen, das uns Baumeler gibt.

Ralph: Den Baumeler Kunden eine Gegend und Land näherbringen, wir bewegen uns ja oft abseits der bekannten Touristenpfade. Kontakt zur lokalen Bevölkerung. Sowohl in bekannte Gegenden heimkehren, wo man schon viele Touren geleitet hat als auch neue Wanderreisen zusammenstellen und leiten. Den Kontakt und Austausch zu den Mitarbeitenden im Baumeler Büro, die uns die Unterlagen und Reservationen zusammenstellen.

Welche Reise liegt/lag dir stets besonders am Herzen und weshalb?

Marianne: Chios, eine Insel in der Ostägäis, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie hat eine vielfältige Natur, liebenswürdige Menschen und noch immer wenig Touristen. 71-mal habe ich sie geleitet, viele sind immer wieder mitgekommen, einige über 10-mal.

Jetzt ist es das Baltikum und Danzig – den Mut der Bevölkerung bewundere ich.

Ralph: Die Liparischen Inseln, nördlich von Sizilien. Besteigung aktiver Vulkane wie Stromboli und Vulcano, Schifffahrten zu den 7 Inseln, Kontakt zur Inselbevölkerung, Wanderungen immer mit Blick aufs Meer, Sizilianische Kulinarik, Bademöglichkeiten nach den Wanderungen zum Teil auch vom Boot aus und viele andere Höhepunkte.

Welchen Tipp würdest du neuen Reiseleitenden auf den Weg geben?

Marianne: Geht auf die Reisenden ein, aber lasst ihnen auch genügend Zeit für sich für eigene Entdeckungen. Wenn euch selber keine Zeit zum Geniessen bleibt, macht ihr etwas falsch.

Ralph: Interesse am Umgang mit den Leuten vor Ort zeigen, flexibel bleiben und auf Unerwartetes vorbereitet sein. Respekt gegenüber Land und Leute zeigen.

Was wolltest du unseren Kunden schon immer einmal sagen?

Marianne: Es war von der ersten bis zur jetzigen 185. Reise schön mit euch, vielen Dank! Ich freue mich, weiterhin mit euch unterwegs zu sein!

Ralph: Seid offen, neugierig und spontan. Nicht immer auf die Wetterapps schauen, das Wetter ist oft sehr lokal geprägt, findet draussen statt!

Wir bedanken uns bei Marianne Peyer und Ralph Bühler für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz.