Tal der Seine – Erste Baumeler Reise nach der Lehre

Zwischen Bahnhofshallen und Seepromenade

Nach einer kurzweiligen Zugreise erblickten wir den Bahnhof von Paris. Wir schlenderten durch die Hallen des Bahnhofs und bestaunten schon beim ersten Blick die beeindruckende französische Architektur. Viel Zeit blieb uns jedoch nicht, da die Weiterreise bereits wartete. Schliesslich erreichten wir Melun – eine kleine Stadt voller Überraschungen und charmantem Flair. Nach dem letzten Transfer konnten wir unsere Zimmer beziehen und uns ein wenig ausruhen. Anschliessend lernten wir uns in entspannter Atmosphäre an der Seine kennen und entdeckten bereits erste Gemeinsamkeiten untereinander.

Highlight der Woche – der Märchenwald von Fontainebleau

Bereits am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg in den Wald von Fontainebleau. Wir spazierten über weiche Sandwege, fühlten uns wie am Strand und rätselten, welche Figuren wir in den Steinen erkennen konnten. Durch unsere Reiseleitung Nicole erfuhren wir viel über den Wald, welchen Nutzen er im Mittelalter hatte, und begaben uns auf Spurensuche bei den Waldbewohnern. Unser Weg führte uns zwischen Felsen hindurch, über steinige Treppen und sogar durch Tunnel aus Steinen. Mit jedem Schritt fühlte ich mich mehr wie in einem Märchenwald, der mit jeder Ecke geheimnisvoller und schöner wurde.

Geschichten, Architektur und Sonnenstrahlen – Melun

Melun begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Das war der perfekte Start, um die kleine Stadt besser kennenzulernen. Nicole zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die Architektur und erzählte spannende Geschichten. Ausserdem führte sie uns in ein charmantes Café, das frischen Kaffee sowie heisse Schokolade servierte. Nach dieser Stärkung erkundeten wir die Kirche von Melun, deren Architektur uns tief beeindruckte. Anschliessend ging es weiter auf die Insel von Melun. Schiffe auf der Seine kreuzten unseren Weg, und wir spazierten weiter zur Stiftskirche Notre-Dame. Auf dem Rückweg zur Busstation genossen wir die letzten Sonnenstrahlen und verabschiedeten uns von der Innenstadt Meluns.

Das Dorf Murten in Frankreich

Wir fahren nach Moret-sur-Loing – ein malerisches Dorf, das an Murten erinnert. Mit seinen Festungen und Burgen wirkt es, als beschütze es das Dörfchen darin. Jedes Haus war ein echter Hingucker. Sogar das Café beeindruckte mit kunstvollen Holzschnitzereien an der Aussenfassade. Dort probierten wir die traditionelle Süssigkeit Gerstenzucker – eine Leckerei, die uns an Zuckerwatte erinnerte. Hergestellt wird sie von Nonnen nach einem alten Rezept. Am Nachmittag verliessen wir das idyllische Dörfchen und spazierten entlang der Seine. Vorbei an zahlreichen Schiffen staunten wir über deren Grösse. Den Abschluss des Tages bildete ein spontanes Highlight: eine Bierdegustation mit lokalen Produkten in Saint-Mammès.

Strasse voller Kunstwerke

Unser Tag begann in Samois-sur-Seine. Wir schlenderten entlang der Seine und bewunderten die typischen Häuser. Unterwegs entdeckten wir eine alte Wäscherei und erfuhren viel über ihre Geschichte. Nach einem Apéro und Mittagessen ging es zurück in den Wald von Fontainebleau. Dieses Mal erlebten wir den Märchenwald bei Regen. Ausgestattet mit Regenbekleidung durchquerten wir ein wahres Meer aus Felsen. Schliesslich erreichten wir einen besonders bekannten Felsen: den «Elefanten». Noch nie hatte ich einen Stein gesehen, der einem Elefanten so ähnlich sah. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis führte uns unser Weg nach Barbizon, einem kleinen Künstlerdorf. An jeder freien Wand entdeckten wir Mosaikbilder und jedes erzählte eine eigene Geschichte.

Jagdschloss mit tausend Zimmern

Die Führung im Schloss Fontainebleau war ein besonderer Programmpunkt. Das Schloss wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und umfasst über tausend Zimmer. Zusammen mit unserer lokalen Führerin erkundeten wir die prachtvollen Räume. Besonders der erste Saal beeindruckte uns mit zahlreichen kleinen und grossen Gemälden. Über Erfolge, Geschichten und Porträts erfuhren wir vieles Interessantes. Viele Zimmer waren mit riesigen Wandteppichen geschmückt, die meist zwei Wände bedeckten und kunstvolle Werke beinhaltete. Der Ballsaal versetzte uns mit seiner Magie, den Lichtern und den goldenen Dekorationen ins Staunen. Höhepunkt der Führung war das Zimmer von Napoleon den Ersten: ein kleines Bett, dazu ein imposanter Schreibtisch. Am Nachmittag besuchten wir einen Teil der Schlossgärten. Trotz des regnerischen Wetters blühten die Blumen in einem leuchtenden Pink und verliehen dem Schlossgarten einen Hauch von Farbenpracht.

Der Abschluss im Märchenwald

Am letzten Tag begaben wir uns noch einmal in den bezaubernden Märchenwald. Die Sonne brach durch die Wolken und tauchte die Umgebung in eine warme Herbststimmung. Zwischen Sandwegen und Felsen entdeckten wir neue, spannende Steinfiguren. Nach einer kleinen Runde durch den Wald erreichten wir unseren Transfer zum Bahnhof. Mit gepackten Koffern stiegen wir in den Zug Richtung Paris und verabschiedeten uns von dieser wunderschönen Gegend. In der 1.-Klasse-Lounge von Paris liessen wir die vielen schönen Momente unserer Wanderreise nachklingen, bevor es mit dem nächsten Zug zurück nach Basel ging – ein seltsames, dass die Reise nun zu Ende war.

Dank dieser wundervollen Erfahrungen durfte ich miterleben, was es bedeutet, mit uns zu reisen. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich in meinen 3 Lehrjahren sowie jetzt als Reisespezialistin zu unseren Reisen beitrage. Nun habe ich ein Gesamtbild von unseren grossartigen Reisen.

Geschrieben von Saskia Rohrer

Hier geht es zu unserer Wanderreise im südlichen Tal der Seine.